Mittwoch, 7. September 2022

Halber Ruhetag oder: Welche Wetterapp stimmt?

Dialog beim Frühstück: "Gibt es noch Kaffee", "Gib mal bitte die Butter", "Laut meiner App soll es schon um 13:00 Uhr regnen!", "Unsinn, frühestens um 17:00 Uhr und auch nur mit 20% Wahrscheinlichkeit"

So ging es hin und her. Letztendlich wurde konsensual beschlossen, dass die für heute geplante Tour Zur Gorge de la Nesque verschoben wird. Wir teilten uns in kleine Gruppen und fuhren, oder wanderten nur eine kurze Runde nach Carpentras


 oder nach Mazan





oder blieb einfach chillend im Garten liegen.

Auch ein leicht psychedelischer Einkaufstrip war noch drin






Trocken blieben trotzdem alle, da die Gewitter vorbeizogen.



Zu allem Überfluss hatte auch noch "unser" Restaurant geschlossen, Also haben wir eine Delegation zur nächsten geöffneten Pizzeria geschickt, was dann Stunden dauerte. 

Aber: Ende gut, alles gut.


Tierbeobachtungen waren auch noch drin







Dienstag, 6. September 2022

Erster und erfolgreicher Angriff auf den Riesen

Für den Nachmittag waren Schauer und Gewitter angesagt. Darum starteten wir schon um halb 10, um nicht womöglich am Gipfel von Regen und Blitzen überrascht zu werden.

Zunächst fuhren wir aber über eine kleine, kurvenreiche und nahezu autofreie Straße, mit tollen Ausblicken.



 





 Das erste Ziel war Sault, der Ausgangsort des längsten und am wenigsten steilen der drei Anstiege zum Ventoux.

Dort wurde Wasser gefasst und  etwas Gebäck verzehrt um die Kohlehydratspeicher wider zu füllen.


Der Anstieg war sehr angenehm zu fahren. Mit Steigungswerten bis maximal 6%  rollte es zeitweise fast von allein.






ab dem Chateau Reynard ging es dann zur Sache. Die Straße wurde auf den letzten sechs Kilometern immer steiler, um schließlich 11%  zu erreichen. 


nicht alle Mitglieder der Gruppe wollten sich weiter quälen und fuhren von hier wieder ab.

Schon früh war der Turm auf dem Gipfel zu sehen.

Aber er wollte einfach nicht näher kommen.


Einen guten Kilometer vor dem Ziel passierten wir das Mahnmal für Tom Simson, der bei der Tour de France 1967 hier, vollgestopft mit Amphetaminen und Alkohol, tot vom Rad fiel. Ungedopt waren wir sicher langsamer, aber wir sind lebendig oben angekommen.


Schließlich kleckerten die Teilnehmenden nach  und nach  ein.



 

Angesichts der Kälte und des drohenden Regens fuhren alle auch gleich wieder ab, und wir verzichteten auf ein gemeinsames Passfoto.

Die Abfahrt, über den steilsten Weg hinunter, ließ Zweifel aufkommen, ob es wirklich nötig ist, alle drei Anstiege zu erklimmen.


Montag, 5. September 2022

 Der erste Radtag. Zwei Pässe und den großen Berg im Blick



Die große Herausforderung wollten und konnten wir natürlich nicht gleich am ersten Tag nehmen. Erstmal war einrollen und akklimatisieren angesagt. Also fuhren wir erstmal von dem Riesen der Provence weg Richtung Süden. Ein paar Kilometer durch die Weinberge der Ebene. 

Relativ schnell splittete sich unser Team in eine sportlichere und in die "Cappucinogruppe"

Durch bewaldete Hänge






und zwischen Felsen ging es hinauf um Col de Mur, und nach kurzer Abfahrt zum Col dem Ligné, der mit 756m den höchsten Punkt der heutigen Etappe darstellte.



Danach folgte eine lange Abfahrt zurück in die Ebene, immer den windigen Berg im Blick, den wir morgen angehen wollen